Yardstick (aus dem engl. abgeleitet
von Elle) ist ein auf den Engländer Zillwood Milledge zurückgehendes
Berechnungssystem für
Segelregatten, das es erlaubt,
Jollen
oder Yachten
unterschiedlicher Bauform in einer Regatta gegeneinander antreten zu
lassen. Jeder
Bootsklasse wird dabei eine
empirisch
ermittelte Yardstickzahl zugeordnet, die die Leistungsfähigkeit des
Boots widerspiegelt. Bei einer Regatta wird dann für alle Teilnehmer die
gesegelte Zeit gemessen und mit der Yardstickzahl nach folgender Formel
umgerechnet:
-
-
Beispiel: Ein
Korsar hat die Yardstickzahl 103, eine
VB-Jolle (Volksboot) hat die Yardstickzahl 122. Benötigt die
VB-Jolle 60 Minuten bis ins Ziel, so muss der Korsar nach 50 Minuten im
Ziel sein, um vor dem Volksboot platziert zu werden.
Je kleiner also die Yardstickzahl einer Bootsklasse ist, desto
schneller sind die Boote dieser Klasse.
Verschiedene Yachten haben auf verschiedenen Kursen unterschiedliche
"Stärken". Um auch hier ausgleichen zu können, werden häufig
Dreieckskurse ausgeschrieben, die allerdings auch eine Mindestlänge je
Schlag haben sollte.
Soweit - sogut:
Wenn im oben genannten Beispiel allerdings eine Flaute von 60
Minuten während der Regatta eintritt, muss der Korsar in der
verbleibenden Rest-Segelzeit von 60 Minuten nicht mehr nur die 10
Minuten heraussegeln, sondern nun sogar ganze 20 Minuten , d.h. rund 33%
schneller als die VB-Jolle. Je länger keine "normalen" Windverhältnisse
vorliegen, desto grösser das Handicap für den Korsar.
Kein Yardstick:
ungerecht für das Volksboot
Yardstick und kein Wind: ungerecht für den Korsar
nur Klassenregatten:
nicht genug Teilnehmer - keine Regatten